Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat heute die Beschwerde des BUND gegen die Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus zurückgewiesen. Damit ist der Sofortvollzug juristisch nicht mehr zu stoppen – die Transporte können jederzeit beginnen.
Für uns als GRÜNE im Kreis Borken ist das ein bitterer Tag. Wir haben uns seit Jahren engagiert und mit vielen Menschen vor Ort dafür gestritten, dass es anders kommt. Wir hätten uns ein anderes Ergebnis gewünscht – und wir sind weiterhin überzeugt: Es gäbe eine bessere Lösung. Der richtige Weg bleibt ein Neubau eines Zwischenlagers in Jülich nach neuestem Stand der Technik – eingebettet in ein bundesweites Zwischenlagerkonzept, das die verlängerte Endlagersuche realistisch mitdenkt und Transporte so weit wie möglich vermeidet.
„Dieses Urteil ist enttäuschend, aber es ändert nichts an der politischen Wahrheit: Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn quer durch NRW. Ein Transport ist kein Sicherheitsgewinn – er ist ein zusätzliches Risiko“, erklären die Kreisvorsitzenden Gertrud Welper und Jens Steiner. „Wir bleiben bei unserer Position: Der Atommüll darf nicht von einem Zwischenlager ins nächste verschoben werden. Genau das haben wir immer kritisiert.“
Dabei bleibt auch klar, wo die Blockade sitzt: Die Bundesregierung steht einer Lösung vor Ort in Jülich im Weg. NRW hat wiederholt deutlich gemacht, dass ein Neubau in Jülich politisch gewollt und mitgetragen würde – wenn der Bund endlich die Voraussetzungen schafft.
Jetzt zählt, dass wir sichtbar bleiben. Kommt zur Demonstration am Samstag, 07.03., um 11:30 Uhr nach Ahaus vors Rathaus. Lasst uns gemeinsam gegen die Transporte protestieren – lasst uns gemeinsam viele sein!
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