GRÜNE im Kreis Borken Aufklärung zu Spendendinner und Netzwerken von Jens Spahn

Ein aktueller Bericht des SPIEGEL rückt den CDU-Kreisvorsitzenden Jens Spahn erneut ins Zwielicht: Im Mittelpunkt steht ein Leipziger Spendendinner aus dem Jahr 2020, bei dem verdeckte Parteispenden, intransparente Netzwerke und die Nähe zu Lobbykontakten eine zentrale Rolle spielen. Für den direkt gewählten Bundestagsabgeordneten im Kreis Borken sind diese Vorwürfe mehr als nur ein politisches Problem – sie stellen seine Glaubwürdigkeit grundsätzlich infrage.

„Wenn Parteispenden in Stückelungen von 9.900 Euro gezahlt werden, um die gesetzliche Meldepflicht zu umgehen, dann hat das mit Transparenz und politischer Kultur nichts mehr zu tun – das riecht nach System“, erklärt Jens Steiner, Kreisvorsitzender der GRÜNEN im Kreis Borken und Landratskandidat. „Die Menschen in unserer Region haben ein Recht darauf zu erfahren, wer Einfluss auf den direkt gewählten Bundestagsabgeordneten nimmt und mit welchen Gegenleistungen zu rechnen war.“

Die GRÜNEN fordern deshalb lückenlose Aufklärung: Welche Spender haben im Umfeld des Leipziger Dinners Geld an den CDU-Kreisverband Borken überwiesen? Welche Leistungen sind den Spendern im Gegenzug erbracht worden? Und welche Rolle spielten Kontakte zu Unternehmen, die später millionenschwere Maskendeals mit dem Bund abschlossen?

Besonders widersprüchlich wirkt dies vor dem Hintergrund seiner aktuellen Rolle als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Spahn ist einer der lautesten Stimmen, wenn es darum geht, Sozialleistungen zu kürzen oder den Menschen mit geringen Einkommen weitere Belastungen aufzubürden. Wer sich in Berlin als Hardliner gegen die Schwächsten positioniert, darf nicht gleichzeitig in fragwürdigen Netzwerken Spenden sammeln und persönliche Vorteile suchen.

„Das ist Doppelmoral in Reinform“, kritisiert Steiner. „Jens Spahn verlangt von anderen Verzicht und Einschränkungen, während er selbst offenbar jede Gelegenheit nutzt, um sich politische Unterstützung teuer bezahlen zu lassen. Wer so Politik betreibt, verspielt jedes Vertrauen. Wir GRÜNE stehen für das Gegenteil: Transparenz, Anstand und eine Politik, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert – nicht an den Wünschen einflussreicher Spender.“

Artikel kommentieren

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. Entnimm Weiteres bitte der Datenschutzerklärung.