Grüne rufen zur Teilnahme am Anit-Castor-Demo in Ahaus auf

Auch wenn inzwischen klar ist, dass im Dezember kein Castor-Transport aus Jülich nach Ahaus rollen wird, bleibt die Lage angespannt. Die Grünen im Kreis Borken rufen deshalb gemeinsam mit vielen Aktiven aus der Region zur Teilnahme am Castor-Sonntagsspaziergang am 14. Dezember um 14 Uhr am Atommülllager in Ahaus-Ammeln auf.

Die geplanten Atommülltransporte aus Jülich stehen weiterhin im Raum. Noch vor Weihnachten sollen erneut Probe-Castoren rollen, und die Transportfirma Orano hat bereits angekündigt, im Januar starten zu wollen. Parallel dazu wird in Berlin über die Eilklage des BUND NRW verhandelt. Für uns Grüne ist klar: Diese Situation erfordert weiterhin eine starke, sichtbare Protestbewegung im Münsterland.

Wir haben stets betont, dass der Atommüll aus Jülich nicht nach Ahaus gebracht werden darf, sondern vor Ort gelagert werden muss, bis ein geeignetes Endlager zur Verfügung steht. Diese Position ist seit Jahren Leitlinie grüner Atompolitik.

„Wir brauchen verantwortliche und transparente Lösungen, statt riskante Transporte quer durchs Land“, betont Jens Steiner, Vorsitzender der Grünen im Kreis Borken. „Es ist gut, dass auch in diesem Jahr keine Castoren rollen. Aber wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen. Die Ankündigungen von Orano zeigen, dass wir wachsam bleiben müssen. Wir stehen an der Seite der Menschen in Ahaus und der gesamten Anti-Atom-Bewegung. Solange Atommülltransporte geplant sind, werden wir unseren Protest deutlich machen.“

Der Castor-Sonntagsspaziergang beginnt am Sonntag, 14. Dezember, um 14 Uhr direkt vor dem Zwischenlager in Ahaus-Ammeln (Schöppinger Landstraße). Ab 13:45 Uhr fährt ein kostenloser Shuttlebus vom Bahnhof Ahaus zum Versammlungsort. Auch für Familien ist gesorgt – es gibt eine kleine Überraschung für Kinder sowie kreative Angebote.

Auf der Kundgebung sprechen u. a. die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß, die stellvertretende Landesvorsitzende des BUND NRW, Kerstin Ciesla, und Helge Bauer von .ausgestrahlt. „Wir laden alle ein, mit uns gemeinsam ein starkes Signal zu senden“, so Steiner. „Unsere Proteste haben schon viel bewirkt. Lassen wir nicht nach.“

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