Grüne begrüßen neue Schnellzüge: Bahn stärkt ICE-Verbindungen ins Münsterland

Vom Flughafen Münster Osnabrück sind im März gerade einmal 806 Fluggäste gestartet. Im Vergleich zum März vergangenen Jahres ist das ein Rückgang von knapp 93 Prozent. Unter allen sechs großen NRW-Flughäfen belegt der FMO damit Platz zwei bei den Einbrüchen der Fluggastzahlen. Nur am Flughafen Paderborn sah es noch schlimmer aus: hier gab es einen Rückgang von rund 97 Prozent. Paderborn und FMO waren gleichzeitig die einzigen Airports, von denen aus die Fluggäste mehr Ziele innerhalb Deutschlands angeflogen haben als außerhalb. Bei allen anderen war es anders herum.

Gleichzeitig bekommt Münster mehr direkte ICE-Schnellverbindungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Zukünftig fahren ab dem münsterschen Hauptbahnhof alle zwei Stunden Schnellzüge ohne Umsteigen zum Frankfurter Flughafen, nach Mannheim, Stuttgart, nach München und nach Berlin. „Die zusätzlichen ICE-Verbindungen sind für das Münsterland ein wichtiger Schritt zu einer komfortablen und klimaschonenden Erreichbarkeit! So wird die Alternative zu PKW und Flieger gestärkt,“ freut sich Vera Timotijević, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen Kreistagsfraktion, über die neuen ICE-Verbindungen.

„Angesichts der Klimakrise ist es höchste Zeit, Kurzstreckenflüge so schnell wie möglich überflüssig zu machen. Wir wollen die Bahn auf nahezu allen innerdeutschen Strecken und ins benachbarte Ausland zur schnelleren, komfortableren und günstigeren Alternative machen,“ betont Richard Henrichs, ÖPNV-Experte der Grünen Kreistagsfraktion. Damit die Bahn ihre Funktion als Rückgrat der Verkehrswende erfüllen kann, muss sie modern, leistungsfähig und attraktiv werden. So macht die Bahn, die ja anders als das Flugzeug auch direkt von Stadtzentrum zu Stadtzentrum unterwegs ist, das Kurzstreckenfliegen überflüssig.

Um einen Verlagerungseffekt zu erzielen, gehört gleichzeitig die klimaschädliche Subventionierung des Luftverkehrs beendet. „Es ist absurd, dass das klimaschädliche Fliegen steuerfrei möglich ist, während klimafreundliches Bahnfahren mehr kostet,“ ergänzt Timotijević.

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