Vom 28. bis zum 30. November 2025 fand in Hannover der Bundesparteitag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN statt. Unter dem Leitmotiv „Damit Zukunft wieder Zukunft hat“ diskutierten die Delegierten über die politische Lage in Deutschland, Europa und der Welt sowie über die zukünftige Ausrichtung der Partei. Auch sichtbar vertreten waren die GRÜNEN aus dem der Kreis Borken: fünf junge Menschen aus der Region brachten ihre Perspektiven und Anliegen aktiv in die bundesweite Debatte ein.
Als ordentliche Delegierte nahmen Lisa Kreyerhoff (23) und Benjamin Freytag (22) aus dem Kreisverband teil. Komplettiert wurde das Team durch Felix Hund (18), Lif Greta Licht (21) und Jens Grotstabel (42). Gemeinsam setzten sie wichtige Impulse aus dem ländlichen Raum – von Mobilität über Klimaschutz bis zur Stärkung kommunaler Strukturen.
Die Parteivorsitzende Franziska Brantner eröffnete den Parteitag mit einem klaren Appell an Mut und Zuversicht: „Unser Land hat es verdient, wieder Geschichten der Hoffnung zu hören. Ich glaube an die Menschen in diesem Land!“ Damit machte sie deutlich, dass die GRÜNEN auf allen politischen Ebenen Verantwortung übernehmen und konstruktiv an der Zukunftsgestaltung mitarbeiten wollen.
Auch Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge fand deutliche Worte in Richtung der Bundesregierung: „Wenn Sie, Herr Merz, das Kanzleramt nutzen, um zu spalten, dann sind wir an dieser Stelle Ihr politischer Gegenentwurf!“ Die GRÜNEN setzten ein klares Zeichen dafür, gemeinsame Lösungen statt gesellschaftlicher Spaltung zu suchen.
Besonders eindrücklich war die Rede des Bundesvorsitzenden Felix Banaszak, der den Leitantrag zum Klimaschutz verteidigte. Er kritisierte die mangelnde Ernsthaftigkeit anderer Parteien: „Wenn ich im Bundestag über Klimaschutz rede und in die anderen Fraktionen gucke, dann sehe ich Schweigen, dann sehe ich Gähnen, dann sehe ich hämisches Lachen… Herr Merz, welche Welt wollen Sie denn Ihren Kindern und Enkeln vermachen?“ Seine Worte fanden im Plenum starken Widerhall.
Für die Delegation aus dem Kreis Borken hatte insbesondere die Debatte zum Thema „Starke Kommunen“ hohe Bedeutung. „Hier wurde noch einmal sehr deutlich, wie wichtig die Arbeit vor Ort ist – auch und gerade bei uns im Kreis Borken“, heißt es aus der Delegation. „Viele Herausforderungen der Zukunft ließen sich nur dort lösen, wo die Menschen leben, arbeiten und sich engagieren.“
Die fünf Delegierten kehrten motiviert aus Hannover zurück. „Hier spürt man die Motivation und Kraft unserer Partei. Gerade bei den Debatten und Abstimmungen sieht man, was lebhafte Demokratie bedeutet“, betonen die jungen Vertreterinnen und Vertreter, die sich selbst alle in der Kommunalpolitik im Kreis Borken engagieren. Mit Rückenwind aus dem Bundesparteitag wollen sie ihre Arbeit in Kommune, Land, Bund und Europa weiter mitgestalten – engagiert, zukunftsgewandt und nah an den Menschen in der Region.
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