Inhaltsverzeichnis
Präambel – Gemeinsam Zukunft gestalten im Kreis Borken
Der Kreis Borken ist Heimat für rund 380.000 Menschen. In 17 Städten undGemeinden verbinden sich Lebensqualität, wirtschaftliche Stärke und naturnahe Vielfalt. Damit unsere Region auch in Zukunft lebenswert bleibt und sich weiterentwickelt, stehen wir vor großen Herausforderungen – aber auch vor großen Chancen, die wir nutzen wollen.
Die nächsten Jahre werden entscheidend: Für den Schutz unserer natürlichenLebensgrundlagen, für eine gerechte und zukunftsorientierte wirtschaftliche Transformation, für eine starke Gesellschaft, in der niemand zurückgelassen wird. Klimaschutz, Energie, Mobilität, Landwirtschaft, Digitalisierung oder soziale Gerechtigkeit – wir GRÜNE im Kreis Borken haben konkrete Ideen für die Zukunft im Westmünsterland.
Unsere Kandidat*innen vereinen Erfahrung und frischen Blick, Kompetenz aus allenTeilen des Kreises – und vor allem: Leidenschaft für eine Politik, die den Menschen und die Umwelt in den Mittelpunkt stellt. Gemeinsam wollen wir bewahren, was gut ist – und mutig weiterentwickeln, wo es nötig ist.
Unser Ziel ist ein sozial gerechter, nachhaltiger und für die Zukunftaufgestellter Kreis Borken. Eine Region, in der Kinder und Jugendliche Perspektiven haben, Wohnen bezahlbar bleibt, das Gesundheitssystem verlässlich funktioniert, kulturelle Vielfalt geschätzt wird und rassistische Hetze keinen Platz hat. Dafür setzen wir uns ein – mit Mut, Verstand und Herz.
Zusammen. Für den Kreis Borken. Das ist unser Motto für die Kommunalwahl 2025.Wir machen Politik für ein Westmünsterland, das solidarisch, zukunftsfähig und lebenswert ist – für alle Menschen. Wir wollen nicht über die Menschen hinweg regieren, sondern gemeinsam mit ihnen Politik gestalten. Dafür braucht es eine Kultur des Dialogs, der Beteiligung und des respektvollen Diskurses. Eine starke Demokratie lebt von aktiven Bürger*innen – und starken GRÜNEN im Kreistag.
Am 14. September 2025 entscheiden Sie mit Ihrer Stimme, welchen Kurs unser Kreisnimmt. Wir werben um Ihr Vertrauen – mit einem starken Programm, engagierten Kandidat*innen und Jens Steiner, unserem GRÜNEN Landratskandidaten.
Lernen Sie uns kennen – hier im Programm, online unter oder bei unseren Veranstaltungen vor Ort.
Für ein grünes Westmünsterland. Für einen Kreis Borken mit Zukunft. Für unsalle.
Klimaschutz, Klimafolgenanpassung und Energiewende – Verantwortung übernehmen. Zukunft sichern.
Hitzeperioden, Starkregen, Hochwasser, sterbende Wälder und vertrockneteGrünflächen – die Folgen der Klimakrise sind längst auch im Kreis Borken sichtbar und spürbar. Die letzten Jahre haben uns deutlich vor Augen geführt: Wir müssen jetzt handeln – entschlossen, mutig und solidarisch.
Für uns GRÜNE steht fest: Der Klimaschutz ist die zentrale Aufgabe unserer Zeit– und gleichzeitig eine riesige Chance. Denn wer heute in Klima- und Umweltschutz investiert, schützt die Lebensqualität von morgen, vermeidet immense soziale und wirtschaftliche Folgekosten und stärkt den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.
Wir wollen, dass der Kreis Borken seinen Beitrag zur Einhaltung des PariserKlimaabkommens leistet – und damit aktiv zur Begrenzung der Erderhitzung beiträgt. Gleichzeitig bereiten wir uns auf die nicht mehr vermeidbaren Folgen der Klimakrise vor. Beides gehört für uns untrennbar zusammen.
Klimaschutz als kommunale Querschnittsaufgabe
Klimaschutz muss in allen Politikfeldern mitgedacht werden – in der Wirtschafts-, Verkehrs-, Bau-, Landwirtschafts- und Energiepolitik. Deshalb wollen wir GRÜNE im Kreis Borken:
- Klimaneutralität bis 2035 als verbindliches Ziel für den Kreis verankern.
- Den Klimafonds deutlich aufstocken – zur finanziellen Förderung vonKlimaschutzprojekten durch Bürger*innen, Unternehmen und Vereine.
- Klimaschutz als Investition in die Zukunft begreifen – nicht alsBelastung, sondern als Vorsorge gegen kommende Krisen. Dabei muss sichergestellt sein, dass die Investitionen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erfolgen können.
- Die Einrichtung eines Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in derKreisverwaltung am Vorbild des Kreis Steinfurt.
Energiewende auf kommunaler Ebene vorantreiben
Die Energiewende ist mehr als der Ausbau erneuerbarer Energien und umfasstinzwischen alle Sektoren – vom Verkehr über den Hausbau bis hin zur Transformation in Industrie, Handwerk und Gewerbe einschließlich der Landwirtschaft. Gleichzeitig muss sich auch der Kreis Borken weiter proaktiv im Bereich der Energieerzeugung Es gilt diesen Prozess auch auf kommunaler Ebene mitzugestalten, um
- Die kommunale Energiewende mit aller Kraft vorantreiben – mit Wind, Sonneund Wasser sowie Biomasse und Biogas. Auch die Energieeffizienz ist eine wesentliche Stellschraube, um
- Photovoltaikpotenziale auf Dächern und Fassaden, Parkplätzen undKonversionsflächen konsequent nutzen. Hierzu sind die Vorschriften der Bauordnung NRW konsequent umzusetzen.
- Agri-PV und Freiflächensolaranlagen gezielt fördern – als Modellregion mitökologischen Standards unter Berücksichtigung von Natur- und Artenschutz. Hierfür sind die konkreten Flächenpotentiale zu identifizieren und auszunutzen. Flächenkonkurrenzen insbesondere mit der landwirtschaftlichen Nutzung, beispielsweise auf Grund hoher Pachtzahlungen, müssen im notwendigen Maße vermieden werden. Freiflächensolaranlagen können eine Chance für die Biodiversität im ländlichen Raum bieten.
- Windenergie stellt eine wesentliche Säule der Energiewende dar – MitInkrafttreten des Regionalplans Münster entfällt die Außenbereichsprivilegierung für den weiteren Windenergieausbau auch im Kreis Borken. Es gilt weitere Ausbaupotentiale über die kommunale Positivplanung akzeptanzgesichert zu heben, wo der Windenergieausbau – unter Beachtung aller rechtlichen Vorgaben und Spielräume – umwelt- und naturverträglich möglich ist
- Bioenergie stellt einerseits gesicherte Stromkapazitäten bereit und kanndarüber hinaus zur klimaneutralen Wärmeversorgung beitragen. Als ländlicher Raum weist der Kreis Borken erhebliche Potentiale für die Bioenergienutzung auf. Dabei muss klar sein, dass es auf einen effizienten Ausgleich der Flächenkonkurrenz zwischen Landwirtschaft, anderer Energieerzeugung im Außenbereich und den Belangen von Arten- und Naturschutz kommt.
- Wasserkraft trägt grundlastfähig zur Energieversorgung bei. Dabei sind diePotentiale für den Ausbau der Wasserkraft im Kreis Borken begrenzt. Gleichwohl gilt es die bestehenden Anlagen werterhaltend zu sichern und – auch mit Blick auf die Umweltverträglichkeit – weiterzuentwickeln.
- Speicher, Flexibilitäten und Sektorenkopplung können zur netz- undsystemdienlichen Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem und der effektiven Nutzung volatiler Energie sowie der Dekarbonisierung in allen Sektoren beitragen. Innovative Konzepte sollten auf Kreis- und Kommunalebene unterstützt werden.
- Westnetz als Verteilnetzbetreiber in die Pflicht nehmen, die Netze imKreis Borken bedarfsgerecht auszubauen und zu modernisieren , um dieIntegration erneuerbarer Energien, den Hochlauf von Wärmepumpen und Elektromobilität sowie die Versorgungssicherheit im ländlichen Raum sicherzustellen.
- Die Zusammenarbeit mit Energiegenossenschaften intensivieren – fürregionale Wertschöpfung und breite Akzeptanz.
- Den Strombedarf kreiseigener Gebäude mit eigenerzeugtem PV-Strom decken –überschüssige Mengen in die regionale Direktvermarktung geben.
- In Umsetzung des Bürgerenergiegesetzes NRW sollen Modelle gefördertwerden, die der öffentlichen Hand Gewinne aus der Energiewende ermöglichen– z. B. über Einspeiseerlöse. Darüber hinaus soll auch über denAnwendungsbereich des B ürgerenergiegesetzes NRW hinaus eruiert werden, obBeteiligungsmodelle – bspw. auch für Freiflächen-Photovoltaik – umgesetztwerden k önnen.
- Der Kreis Borken muss als Wasserstoffregion sein Potenziale vollausschöpfen. Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für das Gelingen derEnergiewende – besonders dort, wo Strom aus erneuerbaren Energien nicht direkt eingesetzt werden kann. Die Kavernenspeicher in Gronau-Epe, die Nähe zu den Niederlanden und die Beteiligung lokaler Netzbetreiber bieten dem Westmünsterland hier große Standortvorteile.
Klimafolgen wirksam begrenzen
Die Klimakrise ist bereits Realität. Starkregen, Trockenheit und Hitzeperiodentreffen besonders vulnerable Gruppen – ältere Menschen, Kinder, Kranke. Deshalb braucht es eine vorausschauende Anpassungsstrategie, die den Kreis Borken krisenfest macht:
- Das Klimafolgenanpassungsmanagement im Kreis weiterentwickeln – und zurkommunalen Erfolgsgeschichte machen.
- Begrünung von Dächern und Fassaden in Abstimmung mit Konzepten bspw. zurNutzung Erneuerbarer Energien fördern – als aktive Maßnahme gegen Überhitzung.
- „Schwammstadt“-Konzepte umsetzen – für ein effektivesRegenwassermanagement und besseren Schutz vor Hochwasser. Dies umfasst den Rückbau von versiegelten Flächen insbesondere im innerstädtischen Raum. Durch den entsprechenden Ausbau von Grünstreifen und Gehölzstrukturen auch im innerstädtischen Raum steigt auch die Aufenthaltsqualität dieser Bereiche.
- Im öffentlichen Raum verstärkt helle Oberflächenmaterialien einsetzen –zur Verringerung von Hitzeinseln.
- Natürliche oder konstruktive Verschattung von öffentlichen Plätzengegebenenfalls zeitweise für entsprechende Veranstaltungen und Anlässe vorsehen.
- Kommunale Kühlräume schaffen – und Unternehmen fördern, die ihreklimatisierten Räume bei Hitzewellen für besonders gefährdete Menschen zur Verfügung stellen.
- Öffentlich zugängliche Trinkwasserangebote schaffen
- Bei Hitzeperioden kurzfristig Soforthilfen bereitstellen – z. B. mobileWasserspender oder zus ätzliche Beschattung.
Atomausstieg – und seine Folgen für uns im Kreis Borken
Vor zwei Jahren sind wir in Deutschland erfolgreich aus der Atomenergieausgestiegen. Ein Erfolg den wir Seite an Seite mit Bürgerinitiativen, Umweltverbänden und aktiven vor Ort erstritten haben. Heute ist klar, dass eine Rückkehr zur Atomenergie nicht stattfinden wird. Trotzdem werden uns hier im Kreis Borken die Folgen noch Jahrzehnte beschäftigen.
Wir begleiten das Standortauswahlverfahren für ein Endlager für hochradioaktivenAbfall auf Bundesebene kritisch, aber ergebnisoffen. Wir wissen, dass sich der Zeitplan inzwischen überholt hat, was bedeutet, dass der oberirdischen Zwischenlagerung eine besondere Bedeutung zukommt, was uns im Kreis Borken besonders in Ahaus betrifft.
Darüber hinaus ist die privatwirtschaftliche Urananreicherungsanlage in Gronauvom Atomausstieg ausgenommen. Es ist paradox, Endlager mit endlichen Ressourcen zu suchen und gleichzeitig Industrien in denen weiter unendlich viel Atommüll anfällt unangetastet zu lassen.
Für uns Grüne im Kreis Borken ist klar, dass Lösungen gefunden werden müssen.Wir sind dabei pragmatisch und ehrlich. Wir übernehmen die Verantwortung für bestehendes Material hier vor Ort für das ganze Bundesgebiet. Gleichzeitig ist uns wichtig, zukünftige Verantwortung zu klären.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- 152 Castortransporte drohen uns quer durch das Ruhrgebiet von Jülich nachAhaus. Wir lehnen diese Transporte ab und setzen uns weiterhin intensivauf allen Ebenen (Land und Bund) für den Neubau eines Zwischenlagers nach neustem Stand der Technik in Jülich ein.
- Atommülltransporte sind ein unkalkulierbares Risiko. Deshalb ist für unsGrüne Kreis Borken klar, dass jeder Atommülltransport verhindert werden muss. Atommüll ist am sichersten, wenn er steht.
- Wir Menschen im Kreis Borken übernehmen schon jetzt Verantwortung fürCastoren mit hochradioaktivem Abfall. Zu dieser Verantwortung stehen wir kreisweit. Darüber hinaus muss jede weitere geplante Einlagerung intensivnach heutigen Standards geprüft werden . Besonders im Fall derBrennelemente aus dem Forschungsreaktor in Garchingen. Unser Kreis Borkendarf sich nicht als Atommülllager für Markus Söder bereit stellen.
- Eine Generation hat vom scheinbar billigen Strom durch Atomkraftprofitiert, für unendlich viele Generationen wird der Atommüll zur Ewigkeitslast. Wir Grüne im Kreis Borken begleiten das Standortauswahlverfahren für ein Endlager für hochradioaktiven Abfallkritisch und ergebnisoffen. Wir werden uns bei regionalen Konferenzen einbringen und an den Beteiligungsprozessen teilnehmen.
- Privatwirtschaftliche Unternehmen sind von dem Atomausstieg ausgenommen.Das finden wir nicht richtig. Wir werden alle Maßnahmen unternehmen, die eine Beendigung der Urananreicherung in Gronau möglich machen. Wir könnennicht ein Endlager mit endlichen Ressourcen suchen, und dabei Industrien in denen weiterhin unendlich viel Atommüll anfällt unangetastet lassen!
Umwelt, Natur, Ressourcen – für ein lebenswertes Westmünsterland
Der Kreis Borken steht vor großen ökologischen Herausforderungen. Wir GRÜNEsetzen uns dafür ein, unsere Region zu einer nachhaltigen, lebenswerten und zukunftsfähigen Heimat zu entwickeln – mit intakter Natur, einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft, gesunder Ernährung und echtem Tierschutz.
Eine vielfältige Natur ist keine Nebensache, sondern die Grundlage für sauberesWasser, frische Luft und gesunde Lebensmittel. Doch auch im Kreis Borken ist der Zustand der Biodiversität alarmierend: Flächenversiegelung, Stickstoffeinträge, Pestizide, Monokulturen und der Verlust von Lebensräumen gefährden Artenvielfalt und Landschaftsbild.
Wir GRÜNE wollen dieser Entwicklung entschieden entgegentreten und Naturschutzzur zentralen Aufgabe machen – mit Unterstützung von Bürger*innen, Landwirtschaft, Kommunen und Vereinen.
Natur- und Artenschutz stärken – Vielfalt bewahren
Die Vielfalt unserer Natur und der Arten trägt zum Lebenswert unserer Regionbei. Es gibt mannigfaltiges Engagement zum Natur- und Artenschutz, den es zu koordinieren gilt.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- Private Initiativen zum Artenschutz erleichtern, fördern und regionalvernetzen – für mehr und effektiveres Engagement vor Ort.
- Biotopverbünde ausbauen und Naturschutzgebiete weiterentwickeln und neueNaturschutzgebiete akzeptanzgesichert schaffen – für vernetzteLebensräume. Die wertvollen Bestandsflächen müssen entsprechend ihrer Stellung im Biotopverbund weiterentwickelt werden. Wo bestehende Lücken sinnvoll geschlossen werden können, ist dies erfolgreich nur in Zusammenarbeit mit den Grundstückseigentümern und Grundstücksnutzern sowie Anwohnenden umzusetzen.
- Gewässer schützen und renaturieren – für funktionierende Ökosysteme undbesseren Hochwasserschutz.
- Einen Kreislehrgarten als Kompetenzzentrum für Biodiversität einrichten –Umweltbildung erlebbar machen. Hierzu sollen zunächst bestehende Angebote der unterschiedlichen Bildungseinrichtungen im Kreis vernetzt werden und die Chancen für eine kreisübergreifende Zusammenarbeit eruiert werden.
- Kooperationen mit Umweltverbänden und Naturschutzorganisationenintensivieren – gemeinsam für nachhaltigere Wirkung. Umweltverbänden und Naturschutzorganisationen kommt im gesellschaftlichen Kontext eine bedeutende Rolle zu. Ihnen kommt die Aufgabe zu, die entsprechenden Belange im gesellschaftlichen Diskurs zu vertreten. Gleichzeitig setzen wir uns für einen konstruktiven Dialog mit Blick auf alle Interessen ein.
- Kommunale Flächen ökologisch aufwerten, insbesondere Ackerrandstreifen undStraßenränder, Kreisverkehre und weitere Verkehrsflächen sowie bestehende Grünflächen insbesondere an kommunalen Gebäuden. Auch im innerstädtischen Raum bieten ökologische Maßnahmen vielfaches Potential.
- Wertvolle Waldbestände erhalten und den Umbau hin zu klimastabilenMischwäldern fördern.
- Bestehende Widervernässungsprojekte von Flächen und Wäldern positivbegleiten und auf geeignete Flächen ausrollen
- Die ökologische Aufwertung von öffentlichen Grünflächen vorantreiben – und naturnähere Gärtenfördern.
- Berücksichtigung von ökologischen Räumen bei der InnenstadtentwicklungundAusweisung neuer Baugebiete – auf Kreis- und Kommunalebene soll verstärktder Erhalt und die Weiterentwicklung von Grünflächen und Gehölzstrukturen gestärkt werden. Dies soll bei der Innenstadtentwicklung sowie derAusweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete Berücksichtigung finden. Hierdurch kann ein lebenswertes Umfeld geschaffen werden, dass gleichzeitig die ökologischen Nischen für den Natur- und Artenschutz bereitstellen.
Ressourcen schonen – Abfall vermeiden, Kreisläufe schließen
Unsere Region produziert jeden Tag große Mengen Müll. Wir wollen den KreisBorken auf den Weg zu einer Zero- Waste-Region bringen – mit einer modernenKreislaufwirtschaft, die Müll vermeidet, Ressourcen wiederverwertet und Umweltbelastungen reduziert.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- Ein ganzheitliches Zero-Waste-Konzept für alle Lebensbereiche – von derIndustrie bis zum Haushalt.
- Die Mehrwegpflicht im Einzelhandel und in der Gastronomie konsequentumsetzen – mit wirksamen Kontrollen.
- Eine kommunale Verpackungssteuer auf Einwegverpackungen einführen – fürweniger Müll im öffentlichen Raum.
- Dialog mit den betroffenen Unternehmen – um ein gegenseitiges Verständnisvon Zielsetzungen, Bedürfnissen und Erfordernissen zu erzielen. Der Transformationsprozess soll wo notwendig konstruktiv unterstützt werden.
- Veranstaltungen im Kreis abfallarm und vorbildlich gestalten –Einwegverpackungen vermeiden.
- Müll auf Grünflächen und in Schutzgebieten gezielt reduzieren – durchSensibilisierung, Aufklärung und Unterstützung von Bürger*inneninitiativen.
Ernährung & Landwirtschaft – nachhaltig, regional, gerecht
Wir wollen die ökologische und nachhaltige Transformation unsererErnährungssysteme aktiv gestalten – mit regionaler Produktion, fairen Bedingungen und einem gerechten Zugang zu gesunden Lebensmitteln für alle Menschen im Kreis. Hierzu müssen wir die regionale Landwirtschaft stärken und auch auf Kreis- und Kommunalebene im Transformationsprozess begleitend unterstützen.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- Kontinuierlicher Dialog mit der Landwirtschaft – um ein gemeinsamesVerständnis von den Zielsetzungen, Bedürfnissen und Erfordernissen zu erzielen sollen themenübergreifende und themenbezogene Austauschformate zwischen Landwirt:innen sowie Landwirtschaftskammern und -verbänden sowieder Kreis- und Kommunalebene etabliert werden, um die jeweiligen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Transformationsprozessen sowie mit Blick auf Natur- und Artenschutz zu begleiten.
- Mehr regionale und biologische Lebensmittel in Kantinen und Mensenkommunaler Einrichtungen zu fairen Preisen. Es muss sichergestellt werden, dass unabhängig von den Vorlieben eine solche Ernährung attraktiv angeboten werden kann.
- Frühzeitige Ernährungsbildung in Kitas und Schulen – mit einem Fokus aufNachhaltigkeit und Gesundheit.
- Zugang zu gesunden Lebensmitteln für alle Kinder – unabhängig vomEinkommen der Eltern. Wir setzen uns dafür ein, dass möglichst viele Schulen am Schulobstprogramm des Landes NRW teilnehmen. Auch inKindertageseinrichtungen soll verstärkt – gerade in der frühkindlichen Betreuung – auf eine vollwertige Ernährung hingearbeitet werden.
- Wir setzen uns dafür ein, dass möglichst viele Kitas und Schulen an der ‚Gemüseackerdemie‘ teilnehmen können. Wer früh einen Zugang zu selbstgezogenem und geerntetem Gemüse bekommt, begreift früh den Wert von Lebensmitteln.
- Lebensmittelverschwendung bekämpfen – gemeinsam mit Handel, Landwirtschaftund Zivilgesellschaft.
- Regionale Wertschöpfungsketten und Direktvermarktung stärken – für fairePreise und kurze Wege. Hierzu wird angestrebt, attraktive Wochenmärkte und mobile Verkaufsmöglichkeiten sowie Direktvermarktungsmöglichkeiten wir Verkaufsstände und Hofläden zu etablieren und zu stärken. Auch soll insbesondere die Gastronomie gestärkt werden, die auf nachhaltige und regionale Produkte setzt und zur kulinarischen Vielfalt in der Region beiträgt.
- Den Anteil an ökologischer Landwirtschaft im Kreis deutlich erhöhen, indeminsbesondere Informations- und Austauschformate die Möglichkeiten und Chancen der ökologischen Landwirtschaft herausstellen. Landwirt:innen, dieihre Betriebe umstellen wollen, sollen im Prozess beraten und unterstützt werden.
- Die Öko-Modellregion Münsterland weiter ausbauen und zu einemLeuchtturmprojekt machen.
Tierschutz stärken – Respekt vor dem Leben
Ein respektvoller Umgang mit Tieren – ob in der Landwirtschaft, im privatenBereich oder in der Natur – ist für uns GRÜNE eine Selbstverständlichkeit. Der Kreis Borken soll hier Vorbild werden.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- Das Veterinäramt personell und finanziell stärken, damit es seine Aufgabenin Beratung, Kontrolle und Ahndung wirksam erfüllen kann.
- Ehrenamtliche Strukturen im Tierschutz ausbauen – durch Anerkennung,Förderung und bessere Rahmenbedingungen.
- Eine nachhaltige Finanzierung der Tierheime sichern – für ihreunverzichtbare Arbeit.
- Heimische Pflanzen- und Tierwelt schützen – invasive Arten (Neophyten)eindämmen, um Lebensräume für Wildtiere auszubauen, weiterzuentwickeln zu erhalten.
- Transformation landwirtschaftlicher Tierhaltung unterstützen – um einewirtschaftlichen Betrieb unter Tierwohlgesichtspunkten sicherzustellen und zu fördern.
- Langstrecken-Tiertransporte vermeiden – durch regionale Wertschöpfung undklare Vorgaben.
Verkehr und Mobilität – nachhaltig, barrierefrei, zukunftsfähig
Eine hohe Lebensqualität im Kreis Borken braucht ein modernes Mobilitätskonzept.Der Verkehr ist nach wie vor für rund ein Fünftel der klimaschädlichen CO₂- Emissionen verantwortlich – und Fortschritte bei der Einsparung bleiben seit Jahrzehnten aus. Zwar wurden Antriebe effizienter, doch gleichzeitig sind Autos größer und schwerer geworden, während der Güter- und Personenverkehr stetig wächst. Das belastet das Klima, führt zu Flächenverbrauch – insbesondere durch Parkplätze in den Ortszentren – und verdrängt andere Formen der Mobilität.
Wir GRÜNE setzen auf die Verkehrswende: Wir wollen Mobilität neu denken –menschengerecht, klimafreundlich, barrierefrei und für alle bezahlbar.
Unsere Grüne Vision für den Kreis Borken:
- Öffentlichen Raum menschenzentriert und lebenswert gestalten
- Sichere, bequeme und barrierefreie Mobilität für alle – unabhängig vonAlter, Einkommen oder Wohnort
- Den Umweltverbund aus Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr gezielt ausbauen
- Den motorisierten Individualverkehr klug reduzieren – durch attraktiveAlternativen
Öffentlicher Nahverkehr – Rückgrat der Verkehrswende
Der ÖPNV muss zur echten Alternative werden – zuverlässig, eng getaktet und gutvernetzt. Dazu muss ein attraktives und verständliches Entgeltsystem den Umstieg auf den ÖPNV erleichtern. Mobilität ist Teil der Daseinsvorsorge, insbesondere im ländlichen Raum. Busse und Bahnen sollen so attraktiv werden, dass die Entscheidung gegen das eigene Auto leichtfällt.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- Bedarfsgerechter Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur – die Reaktivierung derBahnstrecke Bocholt – Borken – Coesfeld (– Münster) kann einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des klimafreundlichen Verkehrs leisten. Dies gilt ebenso für den geplanten Radschnellweg RS2 auf weitgehend gleicher Trasse. Beide Vorhaben sind aus unserer Sicht von großer Bedeutung und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir setzen uns dafür ein, tragfähige Lösungen zu entwickeln, die Bahnreaktivierung und Radschnellweg gleichermaßen ermöglichen – etwa durch alternativeTrassenführungen, kombinierte Nutzungskonzepte oder abschnittsweise parallele Streckenverläufe. Dabei ist für uns klar: Eine solch wichtige Entscheidung muss auf der Grundlage belastbarer und transparenter Daten erfolgen. Bisher wurden zwei Gutachten zur Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke vorgelegt, die sich jeweils als grob fehlerbehaftet erwiesen haben. Das kritisieren wir mit Nachdruck. Es ist bedauerlich, dass hier wertvolle Zeit verloren wurde, weil bis heute keine seriösen und aussagekräftigen Planungsdaten vorliegen. Wir fordern eine zügige, fachlich saubere und transparente Aufarbeitung, um die Diskussion endlich auf eine verlässliche Grundlage zu stellen.
- Multimodale Mobilitätskonzepte im Kreis Borken weiterentwickeln – Wirwollen Verkehrsmittel intelligent verknüpfen, den Umweltverbund zu stärken und individuelle Wegeketten einfach und klimafreundlich zu gestalten. Dazu gehören moderne Bahnverbindungen ebenso wie gut ausgebaute Radwege, attraktive Taktungen im ÖPNV und eine verlässliche digitale Fahrgastinformation. Auch die Anbindung an das Fernverkehrsnetz sowie Verbindungen im Euregio-Raum sollen erneut geprüft und – wo sinnvoll – verbessert werden. Bestehende Bahnverbindungen müssen so modernisiert werden, dass sie eine zuverlässige und komfortable Anbindung für die Menschen im Kreis gewährleisten.
- Deutlich mehr öffentliche Investitionen in den Ausbau von Bus- undBahnverbindungen – auch abends und am Wochenende
- Mehr und besser qualifiziertes Fahrpersonal – durch bessereArbeitsbedingungen, faire Löhne und mehr Ausbildungsplätze
- Regiobusse beschleunigen – für kürzere Fahrzeiten zwischen wichtigenKnotenpunkten und abgestimmte Taktungen, die einen verlässlichen Umstieg an den Kontenpunkten ermöglichen
- Die Zuverlässigkeit digitaler Fahrpläne (z. B. BuBiM-App) deutlichverbessern und mit Blick auf den überregionalen Verkehr und Anschluss ausbauen
- Moderne, klimatisierte Fahrzeuge nach dem „Saubere Fahrzeuge-Beschaffungsgesetz“ einsetzen und dabei verstärkt auf klimaneutrale Technologien setzen
Rad- und Fußverkehr – klimafreundlich, gesund und attraktiv
Das Münsterland ist wie geschaffen fürs Rad – doch im Alltag fehlt es noch ansicheren, durchgängigen und komfortablen Wegen; auch für den Fußverkehr. Rad- und Fußverkehr darf nicht länger an den Rand gedrängt werden. Wir GRÜNE wollen das Fahrrad als gleichwertiges Verkehrsmittel etablieren und das volle Potenzial des Rad- und Fußverkehrs im Kreis Borken ausschöpfen. Dabei ist gerade der Radverkehr auch Alternative für Berufspendler*innen.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- Das Radroutennetz zügig ausbauen – auch mit Radschnellwegen zwischen denKommunen
- Verbindungen zwischen Orten sowie innerörtliche Radwege sicher undattraktiv gestalten
- Bestehende Radwege sanieren – mit besserer Beleuchtung,Bordsteinabsenkungen, Verbreiterungen und Entrümpelung
- Einen Radverkehrsbeauftragten in der Kreisverwaltung einsetzen – alszentrale Koordinationsstelle für die Radverkehrsförderung
- Alle neuen Radwege nach dem Velorouten-Standard realisieren – auch anbestehenden Straßen
- Barrierefreiheit der Fuß- und Radwege als Vorgabe für die Instandsetzung,Weiterentwicklung und Neubau der Verkehrsinfrastruktur. Dabei muss gewährleistet werden, dass der Fuß- und Radverkehr insbesondere in Kreuzungssituationen entsprechend berücksichtigt wird.
- Kurze und attraktive Wege tragen dazu bei, dass sich der Verkehr auf denRad- und Fußverkehr verlagern kann. Dazu gehört neben der Verkehrsführung und Verkehrssicherheit auch die attraktive Gestaltung und Einrichtung des Wegenetzes. So können insbesondere neuen Baugebiete Rad- und Fußverkehrsfreundlich erschlossen werden und die unterschiedlichen Nutzungen und Einrichtungen sinnvoll miteinander verknüpfen.
Nachhaltige Infrastruktur – Erhalt vor Neubau
Wir setzen auf eine umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur mit Fokus aufSanierung und Weiterentwicklung mit Blick auf neue Anforderungen statt Neubau. Große Straßenbauprojekte verbrauchen wertvolle Flächen, zerstören Natur und binden Mittel, die für die klimafreundliche Mobilitätswende dringend benötigt werden.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- Fokus auf Sanierung und Weiterentwicklung bestehender Strecken nach demPrinzip Optimierung vor Verstärkung, um neue großflächige Kreisstraßen nach Möglichkeit zu vermeiden. Wo ein Neubau von Kreisstraßen erforderlich wird, sollen diese möglichst umweltverträglich und akzeptanzgesichert ausgebaut werden. Hierzu sollten alternative Verkehrskonzepte stets berücksichtigt werden und insbesondere dem Rad- und Fußverkehr sowie begleitender Begrünung hinreichend Raum gegeben werden.
- Investitionen gezielt umlenken – in den ÖPNV, den Rad- und Fußverkehr unddie barrierefreie Gestaltung öffentlicher Räume
Wirtschaft mit Verantwortung – innovativ, digital, zukunftssicher
Der Kreis Borken ist wirtschaftlich stark – mit einem breiten Branchenmix,innovativen Unternehmen, engagiertem Handwerk und leistungsfähigen Dienstleistern. Diese Vielfalt macht unsere Region krisenfester und zukunftsfähig. Doch der wirtschaftliche Wandel steht bevor – getrieben von derKlimakrise, dem demografischen Wandel, Digitalisierung und geopolitischen Veränderungen.
Für uns GRÜNE ist klar: Die Wirtschaft der Zukunft ist nachhaltig, sozialgerecht, digital vernetzt – und stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Wir setzen uns für eine wirtschaftliche Entwicklung ein, die ökologische Verantwortung mit sozialer Teilhabe und langfristiger Wertschöpfung verbindet.
Nachhaltiger Strukturwandel – lokal verankert, global gedacht
Wir GRÜNE im Kreis Borken wollen den Strukturwandel aktiv gestalten – mit einemklaren Fokus auf Klimaschutz, Ressourcenschonung und soziale Gerechtigkeit. Dafür braucht es gezielte Investitionen in Zukunftstechnologien, regionale Wertschöpfungsketten und gute Arbeitsbedingungen.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- Kontinuierlichen Dialog mit Wirtschaftsunternehmen undBranchenvertretungen führen, um ein gemeinsames Verständnis vonZielsetzungen, Bedürfnissen und Erfordernissen zu entwickeln sowie entsprechende Maßnahmen ableiten zu können.
- Klimafreundliche Innovationen gezielt fördern – insbesondere in denBereichen Erneuerbare Energien, Umwelttechnik, Digitalisierung und nachhaltige Mobilität.
- Zukunftscluster wie IT, Mechatronik und Erneuerbare Energien stärken – inKooperation mit Hochschulen, Wirtschaftsförderung, Start-ups und etablierten Unternehmen.
- Regionale Wirtschaftskreisläufe aufbauen und fördern – von der Produktionüber die Verarbeitung bis zur Vermarktung. Hierzu sind neben der Wirtschaftsförderung weitere Netzwerke aufzubauen und Match-Making-Events zu etablieren.
- Innovative und nachhaltige Gründungen unterstützen – durch einFörderprogramm für ökologische, gemeinwohlorientierte oder soziale sowie innovative und zukunftsfähige Start-ups.
- Sozial-ökologische Beschaffung des Kreises stärken – mit klaren Vorgabenfür Nachhaltigkeit, Transparenz und faire Arbeitsbedingungen.
- Energieintensive Betriebe bei der Transformation begleiten – mit Beratung,Förderzugang und langfristigen Klimazielen.
- Lieferketten und Absatzmärkte nachvollziehen und den Zugang zu denjeweiligen Märkten sicherstellen. Dies setzt den logistischen Zugang mit entsprechender Infrastruktur voraus als auch die Vermeidung von überregionalen Handelshindernissen wie beispielsweise im Zusammenhang mit der Euregio.
Fachkräftesicherung – Bildung, Qualifizierung, Anerkennung
Der Fachkräftemangel trifft auch unsere Region – vom Handwerk über die Pflegebis zur IT-Branche. Wir GRÜNE setzen auf eine langfristige Fachkräftestrategie, die Aus- und Weiterbildung, Anerkennung ausländischer Abschlüsse und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zusammendenkt.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- Berufliche Orientierung an Schulen und berufliches Bildungsangebotausbauen – mit Praxisbezug, digitaler Bildung undNachhaltigkeitskompetenz.
- Weiterbildung und Umschulung gezielt fördern – insbesondere inZukunftsbranchen und sozialen Berufen.
- Migration als Chance verstehen und über entsprechende Maßnahmen auchseitens der Unternehmen zur beruflichen Eingliederung und gesellschaftlichen Integration unterstützen. Unter anderem müssen die Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsabschlüsse beschleunigt werden – durch Beratung, Sprachförderung und Qualifizierungsangebote.
- Faire Arbeitsbedingungen und Tarifbindung fördern – für gute Löhne,Mitbestimmung und soziale Sicherheit.
- Mehr Frauen in MINT-Berufen und Führungspositionen unterstützen – durchNetzwerke, Mentoring und gezielte Programme.
- Pflege, Gesundheit und Erziehung aufwerten – als zentrale Berufsfelder mitZukunft.
- Den Kreis Borken für Fachkräfte attraktiver gestalten
- Gleichberechtigung als Chance verstehen und die Möglichkeiten derArbeitsteilung in der Familie stärken. Dies setzt einerseits die bedarfsgerechte Kinderbetreuung und Ausbau des Pflegeangebotes voraus. Auf der anderen Seite sollen Maßnahmen in Unternehmen unterstützt werden, die zu einer gleichberechtigteren Wahrnehmung der Carearbeit beitragen.
Digitalisierung und moderne Verwaltung
Die konsequente Digitalisierung aller Prozesse in der Verwaltung und inkommunalen Unternehmen ist ein zentraler Baustein für eine moderne, bürger*innennahe Region. Digitalisierung kann mehr sein als Technik: Sie schafftTransparenz, reduziert Bürokratie und verbessert die Servicequalität. Voraussetzung dafür ist eine agile Verwaltungsreform, die sowohl interne Abläufe effizient gestaltet als auch den verantwortungsvollen Umgang mit Daten sicherstellt.
Wir setzen uns dafür ein, dass durch digitale Lösungen Verwaltungsprozesseschneller, transparenter und verlässlicher werden – im Sinne der Bürger*innen und der regionalen Wirtschaft. Eine moderne Verwaltung ist serviceorientiert, lösungsfähig und offen für Teilhabe.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- einen Dialogprozess zur Einbindung der Bürger:innen und Unternehmen sowieweiterer Einrichtungen und Vereine starten, in dem die Bedürfnisse und Prioritäten mit Blick auf eine moderne und digitale Verwaltung ermittelt werden sollen.
- die agile und digitale Transformation der Verwaltung beschleunigen, um dasServiceangebot für Bürger*innen und Unternehmen deutlich zu verbessern.
- bei allen digitalen Angeboten höchste Standards für Datenschutz undDatensicherheit gewährleisten, soweit hierdurch die Nutzbarkeit derAngebote nicht gravierend eingeschränkt wird.
- KI-gestützte Werkzeuge wie Chatbots einsetzen, um Verwaltungsleistungenbarrierefrei, inklusiv und rund um die Uhr zugänglich zu machen – ohneanaloge Zugangswege wo notwendig abzuschaffen.
- ineffiziente Prozesse identifizieren, neu strukturieren, beschleunigen undökologisch nachhaltig gestalten.
- dem Fachkräftemangel mit ressourcenschonenden, digitalen Verfahrenbegegnen.
- das Innovationsbudget für Pilotprojekte, Digital Hubs und Ideenwettbewerbeausweiten, um digitale Lösungen schneller umzusetzen.
- Transparenz und Bürgerbeteiligung stärken, etwa durch Livestreams vonSitzungen, digitale Beteiligungsplattformen und ein zeitgemäßes Beschwerdemanagement. Unter anderem muss geprüft werden, inwieweit auf Kreis- und Kommunalebene das Protal Beteiligung.NRW umfassender genutztwerden soll, um Beteiligungsprozesse zugänglicher zu gestalten.
- neue Arbeitsformen fördern, wie sie besonders in der Digitalwirtschaftetabliert sind, um die Verwaltung zu einem attraktiveren Arbeitgeber zu entwickeln.
- smarte Strukturen in Gemeinden und Kreis mit digitalen Werkzeugenunterstützen.
Moderne, zukunftsfeste Kreisverwaltung
Auch die Kreisverwaltung Borken steht vor einem umfassenden Wandel. Derdemografische Wandel, die zunehmende Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz stellen sie vor große Herausforderungen. Gleichzeitig ist sie eine zentrale Akteurin bei der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und der Mobilitätswende in der Region.
Unsere Grüne Vision für den Kreis Borken:
- die Kreisverwaltung als attraktive, zukunftsfeste Arbeitgeberin weiterstärken und die Personalgewinnung aktiv ausbauen.
- durch gezielte Frauenförderung die gleichberechtigte Teilhabe von Frauenan Führungspositionen auf allen Ebenen erreichen und bestehende Unterrepräsentanzen abbauen.
- die Digitalkompetenz aller Beschäftigten, insbesondere in allen Bereicheneinschließlich Kompetenzen im Bereich der KI, gezielt fördern.
- die digitale und bürger*innennahe Transformation der Verwaltung durchPriorisierung im Haushalt aktiv unterstützen.
- die interkulturelle Öffnung der Verwaltung weiter voranbringen undinterkulturelle Kompetenzen fördern.
- mobiles Arbeiten im Homeoffice gemäß den Dienstvereinbarungenflächendeckend ermöglichen.
- die Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung in Kreisverwaltungund kommunalen Unternehmen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus steigern.
Soziales, Gesundheit und Wohnen
Sozialpolitik für Zusammenhalt und Teilhabe
Der Kreis Borken soll ein Ort sein, an dem alle Menschen – unabhängig vonHerkunft, Einkommen, Lebensform oder Bildung – gut leben können. Unsere Sozialpolitik ist darauf ausgerichtet, Teilhabe zu ermöglichen, Perspektiven zu eröffnen und soziale Gerechtigkeit zu schaffen. Gerade in Krisenzeiten hat sich gezeigt, wie wichtig ein starkes soziales Netz ist – auch für Familien der Mittelschicht, die zunehmend unter finanziellen Belastungen leiden.
Kommunalpolitik kann durch Beratung, Prävention und konkrete Hilfen vor Ortwirksam zur sozialen Gerechtigkeit beitragen. Besonders wichtig ist uns die enge Zusammenarbeit mit freien Trägern, Wohlfahrtsverbänden, engagierten Bürger*innen und sozialen Initiativen.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- einfache, verständliche und würdige Unterstützung für alle Menschenschaffen.
- soziale Hilfen dort anbieten, wo die Menschen leben – direkt undniedrigschwellig.
- mit aktiver Sozialpolitik Sicherheit geben, Chancen eröffnen undgesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.
- die Vielfalt und Stärke der sozialen Trägerlandschaft sichern.
- uns auch bei angespannter Haushaltslage entschieden gegen Kürzungen imSozialbereich einsetzen.
- für ein gut finanziertes und stabiles Netz der sozialen Sicherungeintreten.
- zielgruppengerecht über soziale Angebote aufklären und Zugangshürdenabbauen .
Gesundheit – wohnortnah, gerecht, zukunftsfähig
Eine hochwertige, gerechte und inklusive Gesundheitsversorgung istDaseinsvorsorge und ein Menschenrecht. Sie muss im ganzen Kreisgebiet barrierefrei, wohnortnah und bedarfsgerecht verfügbar sein. Wir setzen uns für eine Stärkung der medizinischen, pflegerischen und präventiven Versorgung ein – auch vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und Klimakrise.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- die Krankenhausplanung des Landes NRW unter Berücksichtigung derGesetzgebung des Bundes kritisch begleiten und für eine gute Versorgung im Kreis Borken eintreten.
- die personelle Stärkung des Gesundheitsamts sichern und weiterentwickeln.
- den kommunalen Pflegeplan fortschreiben, mehr Ausbildungsplätze schaffenund Wohnraum für Pflegekräfte und Auszubildende ermöglichen.
- Migration als Chance verstehen – Fachkräfte mit Sprachförderung sowieberufliche Weiterbildung unterstützen und Pflegefachkräfte aus dem Ausland gezielt anwerben, ebenso wie migrantische Pflegeinteressierte.
- selbstbestimmte, wohnortnahe Pflegeangebote wie Pflegegruppen undWohngemeinschaften ausbauen und die familiäre Pflege durch ergänzende Angebote entlasten und unterstützen.
- Beratungs- und Präventionsangebote fördern – vor allem für pflegendeAngehörige, Nachbarschaftshilfen und niedrigschwellige Zugänge.
- uns aktiv für den Erhalt und die gezielte Ansiedlung von Haus- und Fachärzt*innenund Psychotherapeuten einsetzen. Wo dies nicht mehr gelingt,fordern wir gemeinwohlorientierte medizinische Versorgungszentren (MVZ).
- die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen fördern und denkinder- und jugendpsychiatrischen Dienst stärken.
- uns für Frauengesundheit und eine verlässliche Versorgung in der Geburtshilfe einsetzen. Fachärztliche Schwangerschaftsabbrüche müssenganzjährig und ohne Stigmatisierung sichergestellt sein.
- gezielt Maßnahmen gegen Einsamkeit unterstützen.
- die Bevölkerung für den Umgang mit Hitze sensibilisieren.
- die Palliativversorgung ausbauen und stärken.
- Gesundheitseinrichtungen bei der Klimaanpassung (z. B. Hitzeschutz,nachhaltige Bewirtschaftung) aktiv begleiten.
Wohnen – bezahlbar, vielfältig, gemeinwohlorientiert
Der Kreis Borken ist attraktiv – viele Menschen wollen hier leben und arbeiten.Doch die Wohnraumsituation ist angespannt: Mieten steigen, sozial gebundener Wohnraum geht verloren, viele Menschen finden keine passende Wohnung. Wer über die Hälfte des Einkommens für Miete aufbringen muss, gerät schnell in soziale Schieflage.
Deshalb setzen wir uns für bezahlbares, gutes und ökologisch nachhaltiges Wohnenein – und für eine aktive kommunale Wohnungspolitik, die neuen Wohnraum schafft und bestehende Strukturen schützt.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- gutes und bezahlbares Wohnen für alle im Westmünsterland ermöglichen.
- den Wohnungsneubau in den Städten und Gemeinden aktiv vorantreiben.
- vielfältige Wohnformen fördern – wie Wohngemeinschaften,Mehrgenerationenprojekte oder genossenschaftliches Wohnen – mit besonderem Fokus auf soziale Ziele.
- erreichen, dass jährlich mehr öffentlich geförderte Wohnungen neuentstehen als aus der Sozialbindung herausfallen.
- den Aufbau einer gemeinsamen Wohnungsbaugesellschaft des Kreises Borkenmit Beteiligung der kreiseigenen Kommunen vorantreiben – zu prüfen ist dabei zunächst eine intensivierte Kooperation mit der WohnBauWestmünsterland eG, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und die kommunale Wohnraumentwicklung zu stärken
- Es ist sicherzustellen, dass sozialer Wohnraum mit Blick auf dieMietpreise im Verhältnis von Warm- zu Kaltmiete sowie mit Blick auf den Mietspiegel zweckgebunden genutzt werden kann. Es muss weitergehend dafür Sorge getragen werden, dass nach Möglichkeiten ein Wohnraumwechsel auf Grund geänderter Verhältnisse vermieden werden kann.
- den Anteil gemeinwohlorientierter und dauerhaft geförderter Wohnungengezielt erhöhen.
- die Prävention von Wohnungsverlust stärken – frühzeitig, niedrigschwelligund wirksam.
- Mieter*innenund Vermieter*innen bei Konflikten oder Mietrückständen mitAufklärung und konkreten Hilfen unterstützen.
- Dialog mit der Wohnungswirtschaft fördern, um ein gemeinsames Verständnisüber die Zielsetzungen, Bedürfnisse und Erfordernisse zu erzielen.
Bildung und Schule – gerecht, inklusiv, zukunftsfähig
Bildung ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben und einechancengerechte Gesellschaft. Für uns GRÜNE ist klar: Der Bildungserfolg darf nicht vom Geldbeutel, vom Geschlecht oder von der Herkunft abhängen. Wir wollen ein Bildungssystem im Kreis Borken, das allen Kindern und Jugendlichen gerechte Chancen ermöglicht – von der frühkindlichen Bildung bis zum Übergang in Ausbildung oder Beruf.
Eine zeitgemäße Bildungspolitik braucht gut ausgestattete Schulen, eine starkeSchulsozial- und Inklusionsarbeit, engagierte und gut unterstützte Lehrkräfte sowie eine klare Strategie für die digitale und inklusive Bildung im ganzenKreisgebiet.
Unsere Grüne Vision für den Kreis Borken:
- kreisweite Strategien für mehr Bildungsgerechtigkeit und umfassendeTeilhabe entwickeln und fördern.
- eine leistungsfähige digitale Infrastruktur an allen Schulen und einezuverlässige Ausstattung aller Schüler*innen und Lehrkräfte mit digitalen Endgeräten sicherstellen.
- Medienkompetenz als Teil der Grundbildung etablieren und dafür dieFortbildung von Lehrkräften systematisch ausbauen.
- Schulsozialarbeit an allen Schulformen sichern und ausbauen – als festenBestandteil multiprofessioneller Teams zur Unterstützung von Schüler*innen und Familien, auch im Übergang zur Ausbildung.
- das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“ verstetigen.
- Sport- und Bewegungsangebote in Schulen ausweiten und Netzwerke zurBewegungsförderung insbesondere in Zusammenarbeit mit Vereinen ausbauen und weiterentwickeln.
- die Berufskollegs im Kreis stärken, den Erhalt vielfältiger Berufsbildersichern und Fachklassenregelungen so gestalten, dass die Ausbildung möglichst ortsnah erfolgen kann.
- den Aufbau eines inklusiven Bildungssystems fördern, verlässlicheSchulbegleitung unabhängig vom individuellen Rechtsanspruch sicherstellen und wohnortnahe Angebote auch für Förderschwerpunkte ausbauen.
- Lehrerfortbildungen zu Demokratiebildung und Antidiskriminierungunterstützen und Kooperationen mit außerschulischen Partnern wie Volkshochschulen, Museen und Gedenkstätten ausbauen;
- Schulen kreisweit bei der Einführung von Demokratie-Projekten wie „aula“unterstützen, um Schüler*innen schon früh an demokratische Prozesse heranzuführen;
- eine kreisweite Strategie für inklusive Schulentwicklung entwickeln, dieden Aufbau und die Verstetigung multiprofessioneller Teams fördert und die Schulen bei der Implementierung und Koordination dieser Teams unterstützt;
- die Finanzierung von Schulsozialarbeit, Integrationshilfe und weiterenunterstützenden Maßnahmen langfristig sichern, um Kontinuität überFörderprogramme hinaus zu gewährleisten.
- den schnellen Zugang zu Sprach- und Integrationskursen für geflüchteteMenschen ermöglichen – einschließlich der Kinderbetreuung, um die Teilnahme beider Elternteile zu erleichtern.
- das BNE-Regionalzentrum langfristig sichern und Bildung für NachhaltigeEntwicklung in Kitas, Schulen und der Erwachsenenbildung fest verankern.
Generationengerecht leben – für ein gutes Aufwachsen und würdiges Älterwerden
Kinder und Jugend
Kinder sind unsere Zukunft. Sie sollen die besten Bedingungen bekommen – egal obbei der U3-Betreuung, in der Kindertagesstätte, der Grund- und weiterführenden Schule oder beim Übergang von der Schule in Berufsausbildung und den Beruf.
Wir wollen allen Kindern im Kreis Borken ein gutes Aufwachsen ermöglichen.Deshalb setzen wir uns ein für gute Kitas und Schulen, für ein gesundes Wohn- und Lebensumfeld, für einen leichteren Zugang zu Sport-, Freizeit- und Kulturangeboten sowie für Beratungs- und Unterstützungsangebote, die sich konkret an den Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und Familien orientieren.
Wir wollen, dass die Rechte von Kindern im Kreis Borken gestärkt werden. JedesKind hat ein Recht auf Schutz, Bildung, gesundes Aufwachsen sowie auf Teilhabe und Mitbestimmung. Die Schulen und Kitas leisten einen wesentlichen Beitrag, um die Teilhabechancen für Kinder im Kreis Borken zu verbessern. Wir möchten ein umfassendes und bedarfsgerechtes Bildungs- und Betreuungsangebot fördern, das eine hohe pädagogische Qualität garantiert. Gemeinsam mit den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe wollen wir daran arbeiten, dass auch für sehr herausfordernde, selbst- und fremdgefährdende Kinder und Jugendliche passende Angebote im Kreis Borken vorgehalten werden können.
Wir GRÜNE wollen die Familien im Kreis Borken stärken und stellen sie daher inden Mittelpunkt unserer Politik. Neben optimalen Bedingungen in den Bildungseinrichtungen setzen wir uns für eine noch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. Wir wollen das Zusammenleben in unterschiedlichen und vielfältigen Familienformen unterstützen und insbesondere die Situation von alleinerziehenden Müttern und Vätern und ihren Kindern verbessern.
Unsere Grüne Vision für den Kreis Borken:
- jeder Familie ein passendes und verlässliches Angebot der frühkindlichenBildung und außerschulischen Betreuung machen und den qualitativen undquantitativen Ausbau von Kitaplätzen bedarfsgerecht vorantreiben. Die Arbeit in den Einrichtungen muss dabei vorrangig von qualifiziertem pädagogischem Personal geprägt sein. Gleichzeitig gilt es auch Quereinsteiger wo sinnvoll einzusetzen, um die Betreuungssituation zu verbessern. Hierbei muss eine qualitative Kinderbetreuung sichergestellt werden, bspw. über begleitende Qualifizierungen.
- die Kindertagespflege weiterhin attraktiv gestalten und dem bestehendenFachkräftemangel im Sozial- und Erziehungsdienst im Rahmen unserer Möglichkeiten entgegentreten – z. B. durch eine bedarfsgerechte Ausweitungder Ausbildungspl ätze und eine bessere Finanzierung der Kindertagespflege.
- die Flexibilisierung von Öffnungszeiten von Kitas weiter vorantreiben,orientiert am tatsächlichen Bedarf der Eltern – auch bei einem Bedarf von mehr als 45 Stunden – soweit dies mit dem Wohl des Kindes vereinbar ist.
- Kitas für Eltern bezahlbar halten. Jährlich steigen die Betreuungskostenfür Kinder in Einrichtungen. Mit Recht, schließlich hat Qualität ihren Preis. Wir setzten uns dafür ein, dass diese finanzielle Last nicht ausschließlich auf den Schultern der Eltern lastet.
- uns für die familiäre Mehrsprachigkeit sowie deren gezielte Förderung undWertschätzung einsetzen.
- eine bessere personelle, räumliche und finanzielle Ausstattung der Jugendzentren sowie die Einrichtung eines Jugendzentrums für LSBTQ*I-Jugendliche vorantreiben.
- die Kinder- undJugendarbeit in Vereinen stärken, um das Angebotwohnortnaher Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche auszubauen und die Teilhabe zu fördern.
- Zivilgesellschaftliches Engagement auch bei Kindern und Jugendlichen inZusammenarbeit mit den Vereinigungen und Einrichtungen wie beispielsweise auch den Jugendfeuerwehren stärken
- In den Dialog mit Kindern und Jugendlichen treten, um die Anforderungen anattraktive Sport-, Freizeit- und Kulturangebot sowie die Bildungseinrichtungen nachzuvollziehen. Dabei sollten Kinder und Jugendliche nach Möglichkeit soweit möglich – zumindest beratend – in die entsprechenden Entscheidungsgremien auf Kreis- und Kommunalebene einbezogen werden. Hieraus sollen Maßnahmen zur Kinder- und Jugendförderung abgeleitet und umgesetzt werden.
- soziale Arbeit im digitalen Raum stärken.
- zur Bekämpfung der Kinderarmut dafür sorgen, dass die Mittel für Bildungund Teilhabe einfach und unbürokratisch abgerufen werden können.
- den Dialog der Verwaltung mit Kinderarztpraxen ausbauen, damit Familienqualifiziert begleitet werden und Bruchstellen zwischen Hilfesystemen verringert werden.
- dafür Sorge tragen, dass Inobhutnahmeplätze in ausreichendem Maßevorhanden sind und finanziell sowie personell angemessen ausgestattet werden.
Senior*innen
In den kommenden Jahren wird der Anteil älterer Menschen an derGesamtbevölkerung deutlich zunehmen. Senior*innen sollen im Kreis Borken die besten Möglichkeiten haben, um wohlbehalten, selbstbestimmt und fest eingebunden in unserer Region leben zu können. Viele möchten bis ins hohe Alter in ihrem vertrauten Wohnumfeld bleiben. Dafür muss der Kreis Borken noch barrierefreier werden und die Fußgängerinnenfreundlichkeit zunehmen – zum Beispiel mit Bänken zum Ausruhen und kurzen Wegen. Rolltreppen und Fahrstühle müssen zuverlässig verfügbar sein und bei Störungen schnell repariert werden.
Es braucht altersgerechten Wohnraum mit wohnortnahen sozialen Treffpunkten gegenEinsamkeit und zur Förderung eines lebendigen gesellschaftlichen Miteinanders. Ein Zugang zu passender medizinischer Versorgung muss in allen Städten undGemeinden gewährleistet sein. Die Digitalisierung darf dabei nicht zum Ausschluss führen. Ehrenamtliches Engagement von Senior*innen ist ein Gewinn für die Gesellschaft – und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben muss für alle möglich sein. Darüber hinaus ist auch das Angebot an barrierefreien Sport-, Freizeit- und Kulturangeboten für Senior:innen auszubauen. Dieses hatinsbesondere auch Senior:innen einzubinden, die wenig mobil sind und sichbeispielsweise in Pflege befinden.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- präventive Angebote aus vorhandenen Strukturen weiterentwickeln undstärker mit sozialräumlichen Planungen verzahnen.
- vorhandene Angebote so gestalten, dass sie auch von Senior*innen mitinternationaler Familiengeschichte genutzt werden können.
- die Senior*innennetzwerke weiterentwickeln und an die spezifischen Belangeder jeweiligen Sozialräume anpassen.
- Nachbarschaftsnetzwerke mit Angeboten im Alltag – vom Einkauf bis zumKaffeeklatsch – stärken und diese auch in digitalen Netzwerken sowie altersspezifischen Medien bekannt machen.
- ältere Menschen beim digitalen Wandel begleiten, etwa durch Angebote zurFörderung ihrer digitalen Kompetenzen.
- ehrenamtliches Engagement und die Vermittlung von Jobs für Rentner*innengezielt unterstützen.
- pflegende Angehörige besser unterstützen und Hilfsangebote ausbauen undweiterentwickeln.
- den öffentlichen Raum sowie den ÖPNV barrierefreier gestalten undweiterhin ausbauen.
- mehr barrierefreien und altersgerechten Wohnraum schaffen sowiealternative Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser oder Senior*innen-WGs fördern.
Inklusion und Integration
Eine inklusive Gesellschaft ist eine gerechte Gesellschaft. Für uns GRÜNE imKreis Borken bedeutet Inklusion, dass Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen selbstverständlich dazugehören – ob in KiTa und Schule, im Beruf, beim Wohnen, in der Freizeit oder auf dem Weg durch die Stadt.
Wir setzen uns dafür ein, dass die UN-Behindertenrechtskonvention im KreisBorken konsequent umgesetzt wird. Dazu gehört der Abbau baulicher, digitaler, sprachlicher und sozialer Barrieren ebenso wie die gleichberechtigte Teilhabe in Bildung, Arbeit, Mobilität und gesellschaftlichem Leben.
Barrierefreiheit muss zur Selbstverständlichkeit werden – beim Wohnen, inöffentlichen Gebäuden, bei Veranstaltungen und im ÖPNV. Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung müssen von Anfang an mitgedacht werden, nicht erst nachträglich. Wir wollen die Selbstvertretung und Selbstorganisation dieser Menschen stärken und gemeinsam mit ihnen Strukturen weiterentwickeln, die Teilhabe fördern.
Barrierefreiheit umfasst dabei unter anderem aber nicht ausschließlich dieZugänglichkeit für Rollstuhlnutzer*innen, Menschen mit Sehbehinderung, Hörbehinderung, geistiger Behinderung und psychischer Behinderung.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- die UN-Behindertenrechtskonvention konsequent umsetzen undBarrierefreiheit in allen Lebensbereichen voranbringen.
- gemeinschaftliche inklusive Wohnprojekte fördern und Barrierefreiheit beiallen Bauvorhaben von Anfang an mitdenken.
- den ÖPNV vollständig barrierefrei gestalten und die Verkehrswende inklusivumsetzen. Dabei unterstützt schon ein weiterer Ausbau des ÖPNV die Möglichkeit zur barrierefreien Fortbewegung.
- die Digitalisierung barrierefrei weiterentwickeln, um allen den Zugang zudigitalen Angeboten und Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen.
- öffentliche Veranstaltungen des Kreises durchgängig barrierefreigestalten. Dies umfasst beispielsweise das Streamen des Bild- und Audiosignals auf private Geräte, damit dies von den Nutzer*innen verstärkt werden kann.
- Möglichst flächendeckender Aus- und Aufbau inklusiver Freizeit- undSportangebote
- die Sichtbarkeit und Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung stärkenund ihre Belange in Entscheidungsprozesse einbinden.
- Relevante Informationen sollen in leichter Sprache zugänglich sein.
- Ausbau von Blindenleitstreifen.
- Problemloser Assistenzhundezutritt zu allen öffentlichen Gebäuden undSchulung des Personals diesbezüglich.
Integration und Migration
Migration ist ein fester Bestandteil unserer Geschichte – auch im Kreis Borken.Für uns GRÜNE ist klar: Menschen, die neu zu uns kommen, bereichern unsere Gesellschaft. Vielfalt ist kein Risiko, sondern eine Chance. Wir wollen, dass alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Weltanschauung oder Aufenthaltsstatus, gleichberechtigt teilhaben können.
Integration beginnt mit einem respektvollen Ankommen. Dafür braucht esWillkommensstrukturen, Sprachförderung, Zugang zu Bildung, Arbeit und Wohnraum – und eine Verwaltung, die Orientierung bietet. Wir setzen uns dafür ein, die Ausländerbehörde zu einer Willkommensbehörde weiterzuentwickeln, die Beratung auf Augenhöhe ermöglicht und Perspektiven schafft. Dabei erkennen wir an, dassIntegration eine gesellschaftliche Aufgabe ist, die uns aktuell vor Herausforderungen stellt. Umso mehr gilt es, diese Herausforderungen zu moderieren und dafür Sorge zu tragen, dass die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen und gerecht verteilt werden.
Wir treten hierbei rassistischen Tendenzen, gesellschaftlicher Ausgrenzung unddiskriminierenden Maßnahmen entschieden entgegen – auch im Kreis Borken. Stattdessen fördern wir gegenseitigen Respekt, interkulturellen Austausch und ein solidarisches Miteinander.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- die Integrationsangebote fortlaufend evaluieren und weiterentwickeln.Hierbei steht im Fokus die Integration als gemeinsame Aufgabe der Gesellschaft voranzutreiben. Dabei müssen die finanziellen Rahmenbedingungen zwischen Bund, Land und Kommunen gerecht ausgestaltet werden.
- den Kreis Borken als vielfältige Region stärken und rassistischenTendenzen aktiv entgegentreten. Hierzu wird weiterhin zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rassismus unterstützt.
- die interkulturelle Öffnung und interkulturelle Kompetenzen derKreisverwaltung vorantreiben, damit alle Bürger*innen gleichberechtigten Zugang zu Angeboten erhalten.
- Angebote für Arbeitgeber, Vereine und Einrichtungen zur Stärkunginterkultureller Öffnung und interkultureller Kompetenzen aufbauen und weiterentwickeln
- die unabhängige Beratungsstruktur für Zugewanderte stärken – durchUnterstützung der Migrant* innenselbstorganisationen, der Geflüchtetenberatung und des Kommunalen Integrationsmanagements. Hierbeisoll der Fokus auf Bleibeperspektiven gelegt werden.
- Auch Menschen mit fehlender Bleibeperspektive und Ausreiseverpflichtungmuss für den Aufenthalt ein menschenwürdiges Leben mit Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden; gerade wenn die Dauer des weiteren Aufenthaltes auf Grund rechtlicher Gegebenheiten unklar ist.
- Diskriminierungsfreie Maßnahmen mit einem Fokus auf Teilhabe undIntegration umsetzen – Verzicht auf diskriminierenden Maßnahmen wie Bezahlkarten.
- Willkommensstrukturen stärken und neue Mitbürger*innen durch guteOrientierung und Beratung begleiten.
- eine offene, solidarische Gesellschaft fördern, die Vielfalt wertschätztund das Miteinander stärkt.
Feminismus, Gleichberechtigung und Gleichstellung
Geschlechtergerechtigkeit ist kein Randthema, sondern eine Querschnittsaufgabefür eine moderne, demokratische Gesellschaft. Für uns GRÜNE im Kreis Borken bedeutet Gleichberechtigung und Gleichstellung, dass alle Menschen – unabhängig von Geschlecht oder geschlechtlicher Identität – die gleichen Chancen auf Teilhabe, Sicherheit und Selbstverwirklichung haben. Dabei gilt es bestehende Benachteiligungen auszugleichen und abzubauen. Feminismus ist dabei keine einseitige Entwicklung. Auch die soziale und gesellschaftliche Rolle und Perspektiven von Männern in einer gleichberechtigten Welt müssen sich entwickeln können, um eine erfolgreiche Gleichberechtigung zu gewährleisten.
Wir setzen uns für konkrete Verbesserungen der Lebensbedingungen von Frauen einund stellen uns entschlossen gegen wachsenden Antifeminismus, strukturelle Benachteiligungen und geschlechtsspezifische Gewalt. Mädchen, Frauen, queere Menschen und alle, die von Sexismus und sexualisierender Gewalt betroffen sind, sollen im Kreis Borken sicher, frei und selbstbestimmt leben können.
Deshalb fordern wir die konsequente Umsetzung feministischer Perspektiven aufallen Ebenen: durch geschlechtergerechte Haushaltsplanung ("Gender Budgeting"), geschlechtergerechte Stadt- und Raumgestaltung ("Gender Planning") sowie einergeschlechtergerechten Gestaltung aller kommunalen Entscheidungsprozessen ("Gender Mainstreaming"). Gleichstellungspolitik braucht verlässliche Strukturen, finanzielle Ressourcen und den politischen Willen, diskriminierende Strukturen aktiv zu verändern.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- die Umsetzung der Istanbul-Konvention vorantreiben und für ausreichendSchutzräume wie Frauenhäuser für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder sorgen.
- eine bedarfsorientierte und niedrigschwellige Beratungsstruktur erhaltenund fördern – insbesondere für Frauen in Krisensituationen.
- Gleichzeitig stärken wir Angebote, die Perspektiven für Männer in einergleichberechtigten Welt in den Blick nehmen und dazu dienen, dastraditionelle und persönliche Rollenverständnis weiterzuentwickeln. Hierzu gehört auch die Beratung mit Blick auf den Wandel im Rollenverständnis und daraus hervorgehenden persönlichen Umbrüchen.
- gewaltpräventive Programme insbesondere an Schulen stärken und Projekteunterstützen, die sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Diskriminierung engagieren – auch gegen queere Menschen.
- barrierefreie Schutz- und Beratungsangebote für gewaltbetroffene Frauenmit Behinderungen schaffen und bestehende Strukturen entsprechend anpassen.
- Vereine und Bildungsprojekte fördern, die mit jungen Menschen zuRollenbildern, Gleichstellung und Sexismus arbeiten.
- uns für die Schaffung eines Gleichstellungsausschusses einsetzen – alsfester Bestandteil einer emanzipatorischen Kommunalpolitik. Neben der originären Frauenförderung im Zusammenhang mit MINT-Berufen undFührungspositionen gehört hierzu auch die Förderung gleichberechtigter Aufteilung von Familie und Beruf. Nur bei der Ermöglichung einer gleichberechtigten Aufteilung der Care-Arbeit kann eine berufliche Gleichberechtigung erzielt werden.
- flexible Betreuungsangebote wie Randzeiten-Kitas und Notfallbetreuungfördern , um insbesondere Alleinerziehende und pflegende Angehörige zuentlasten;
- eine Zielmarke von 50 % für FLINTA*-Personen in Führungspositionen derKreisverwaltung
- mehr personelle und finanzielle Ressourcen für dieGleichstellungsbeauftragte des Kreises einfordern, damit sie ihre Aufgabenumfassend und wirksam wahrnehmen kann.
- Die Förderung intersektionale Projekte, um die Überschneidungverschiedener Diskriminierungsformen angemessen zu berücksichtigen.
Kultur erleben
Kultur ist der Puls einer Gesellschaft und bereichert das Leben jedes Einzelnen.Sie fördert Kreativität, Identität und den Dialog zwischen den Generationen. Für uns GRÜNE im Kreis Borken ist Kultur nicht nur ein schöner Zusatz, sondern ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Daseinsfürsorge und eine Voraussetzung für eine lebendige, offene und demokratische Gesellschaft. Kultur soll für alle zugänglich und erlebbar sein, unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialer Stellung.
Wir verstehen Kultur als ein breites, vielfältiges Feld, das sowohl Hochkulturals auch Subkultur umfasst. Theater, Museen und Ausstellungen gehören genauso dazu wie Kleinkunst, Poetry Slams, Graffiti, Musik, Performances und unkonventionelle Kulturangebote. Dabei geht es uns nicht nur um die Förderung bestehender Projekte, sondern auch um die Unterstützung neuer, kreativer Ideen, die einen Raum für Experiment und Austausch bieten.
Kultur schafft nicht nur Identität und Teilhabe, sondern stärkt auch die lokaleGemeinschaft. Sie verbindet Menschen, öffnet Türen und ist ein wichtiger Motor für die Entwicklung einer Region.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- eine Startup-Beratung für junge Bands, Künstler*innen, Kulturtreffs undKulturevents anbieten und neue Kulturinitiativen gezielt fördern. Unterstützung bedarf es insbesondere mit Blick auf Räume für Proben und Aufführungen sowie Ateliers und Ausstellungen.
- einen Kulturfonds auflegen, um sowohl bestehende als auch neueKulturangebote im Kreis Borken genreoffen zu unterstützen und diese für eine möglichst breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hierzu gehört auch die Nutzung von Leerständen für temporäre kulturelle Projekte.
- Kulturschaffende ermutigen, ihre Projekte im Kulturausschuss vorzustellen,um die Vielfalt der Kulturangebote im Kreis zu gestalten und weiterzuentwickeln. Dies soll den Dialog mit Kulturschaffenden stärken und ein gemeinsames Verständnis von den Zielsetzungen, Erfordernissen und Bedürfnissen zu erzielen. Hierbei sollen genreoffen alle Kulturschaffenden einbezogen werden.
- den Aufbau eines zentralen Kulturfördermanagements im Kreis Borkenvorantreiben – analog zur Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) – um Kulturakteur*innen besser zu vernetzen, Fördermittel effizient zu koordinieren und kulturelle Projekte strategisch zu unterstützen.
- eine kreisweite Kulturwoche etablieren, in der alle kulturellen Angebotekostenlos zugänglich sind und der ÖPNV kostenfrei genutzt werden kann – um kulturelle Teilhabe für alle zu ermöglichen und die Sichtbarkeit der vielfältigen Kulturlandschaft im Kreis Borken zu erhöhen.
- die Förderung von Kinder- und Jugendkultur vorantreiben und Projekteunterstützen, die das kulturelle Bewusstsein und die Kreativität junger Menschen entwickeln.
- Kulturfördermittel von Land und Bund konsequent in Anspruch nehmen, um dieKultur im Kreis nachhaltig zu stärken.
- neue Initiativen unterstützen, die Menschen – sowohl alteingesessene alsauch neu zugezogene – miteinander verbinden und den sozialen Zusammenhaltdurch Kultur fördern.
- die Entwicklung und Förderung von „Dritten Orten“ im Kreis Borkenunterstützen – als niedrigschwellige, multifunktionale Räume für Kultur,Bildung und Begegnung, insbesondere im ländlichen Raum. Dabei legen wir besonderen Wert auf die altersfreundliche Gestaltung dieser Orte, um älteren Menschen soziale Teilhabe und intergenerationellen Austausch zu ermöglichen.
- die Kultur des Erinnerns fördern, insbesondere angesichts zunehmenderrechtsextremistischer Gewalt, und einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie leisten.
Tourismus – sanft, regional und naturnah
Das Westmünsterland ist reich an Naturschätzen, kulturellem Erbe, kulinarischerVielfalt und attraktiven Freizeitangeboten. Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor – aber auch eine Verantwortung für Umwelt und Gemeinschaft. Wir GRÜNE setzen auf einen sanften, nachhaltigen Tourismus, der Wertschöpfung mit Rücksicht auf Natur und Lebensqualität verbindet.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- Tourismusstrategie mit Bürgerbeteiligung und im Dialog mit dem Gastgewerbeweiterentwickeln – für Akzeptanz und lokale Wertschöpfung für eingegenseitiges Verständnis über die Zielsetzungen, Bedürfnisse und Erfordernisse.
- Naturnahen und nachhaltigen Tourismus fördern – mit Rad- und Wanderrouten,Naturparks und Umweltbildung sowie naturnaher Erholung und Aktivitäten.
- Tourismus klimafreundlich gestalten – mit ÖPNV-Anbindung, E-Bike-Angebotenund nachhaltigen Unterkünften.
- Barrierefreien Tourismus ausbauen – damit alle Menschen teilhaben können.
- Regionale Produkte und Gastronomie stärken – durch Vernetzung vonLandwirtschaft, Handel, Gastronomie und Gastgewerbe.
- Kulturelle Angebote besser sichtbar machen – in Kooperation mit Kommunen,Vereinen und Kreativen.
Demokratie stärken – Haltung zeigen
Der Kreis Borken ist eine bunte und weltoffene Region im Herzen Europas.Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen, Lebensentwürfe und Generationen leben hier miteinander – das ist unsere Stärke. Dieses demokratische, vielfältige und solidarische Miteinander wollen wir GRÜNE schützen, stärken und weiterentwickeln.
Als überzeugte Demokrat*innen und antifaschistisch Engagierte tragen wirVerantwortung: gegenüber der Geschichte, der Gegenwart und den kommenden Generationen. Wir treten jeder Form von Menschenfeindlichkeit und gruppenbezogener Hass und Hetze entschieden entgegen – ob Rassismus, Antisemitismus, Antiislamismus, Queerfeindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit,Antiziganismus oder Klassismus.
In einer Zeit, in der rechtsextreme Kräfte versuchen, unsere offene Gesellschaftzu untergraben, braucht es eine klare Haltung. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – sie lebt vom Engagement und der Zivilcourage ihrer Bürger*innen. Deshalb stärken wir die demokratische Bildung, fördern Initiativen gegen Rechts und stehen solidarisch an der Seite aller, die sich für Freiheit,Gleichheit und Menschenwürde einsetzen.
Unsere Grünen Ziele für den Kreis Borken:
- im Rat und in der Zusammenarbeit mit der Verwaltung weiterhin entschiedengegen alte und neue rechte Strukturen im Kreis Borken vorgehen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD oder Parteien, die sich für eine Kooperation mit der AfD öffnen, schließen wir kategorisch aus. Gleichzeitig muss klar sein, dass mit einer steigenden Vertretung der AfD in den kommunalen Gremien die Zusammenarbeit und Kompromissfindung mit den demokratischen Fraktionen und Gruppen an Bedeutung gewinnt. Auch gilt es, sich in der Fraktionsarbeit nicht von den rechten Ideologien treiben zu lassen.
- einsetzen gegen die Grenzkontrollen an den Grenzen zur Niederlande, dieseschaden dem europäische Miteinander und ganz konkret Bürger*innen und Wirtschaft in unserem Kreis, die regelmäßig die Grenze überqueren.
- ein starkes und geschlossenes Agieren der vielen zivilgesellschaftlichenInitiativen gegen Rechts im Kreis fördern.
- den von der GRÜNEN Kreistagsfraktion initiierten Aktionsfonds Demokratieweiterentwickeln, um lokale Projekte zur Demokratieförderung und Antidiskriminierungsarbeit zu unterstützen;
- die politische Bildung stärken, unter anderem durch regelmäßige Planspiele(Jugendkreistage)
- uns konsequent gegen jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeiteinsetzen – ob Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Queerfeindlichkeit,Behindertenfeindlichkeit, Klassismus oder Antiziganismus.
- die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unseren niederländischenNachbar*innen intensivieren und gemeinsam für europäische Werte einstehen.
- die internationalen und europäischen Partnerschaften des Kreises ausbauenund neue Kooperationen initiieren.
- Demokratiebildung als Schlüssel zu einem starken Gemeinwesen fördern undVereine, Einrichtungen und Initiativen unterstützen, die sich aktiv für demokratische Werte einsetzen.
- uns dafür einsetzen, dass sich möglichst viele Schulen im Kreis dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ anschließen – umklare Zeichen gegen rechte Einflussnahme zu setzen.
- die Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) mit Nachdruck vorantreiben – als Leitlinie für eine gerechte,friedliche und zukunftsfähige Gesellschaft.
Gemeinsam gestalten – für eine starke Zukunft im Kreis Borken
Die Herausforderungen unserer Zeit sind groß – vom Klimawandel über sozialeGerechtigkeit bis hin zur Verteidigung unserer Demokratie. Doch wir GRÜNE im Kreis Borken sind überzeugt: Mit Zuversicht, Sachverstand und Zusammenhalt können wir die Zukunft aktiv gestalten – ökologisch, sozial und demokratisch.
Was es dafür braucht, ist politischer Wille, klare Werte und ein engagiertesMiteinander. Genau dafür stehen wir: Für eine Politik, die zuhört, handelt und verbindet. Für ein Westmünsterland, in dem alle Menschen gut und gerne leben können – heute und morgen.
Lasst uns diesen Weg gemeinsam weitergehen.
Grün. Mit Haltung. Für den Kreis Borken.
Geschrieben mit Beiträgen von Jens Steiner, Gertrud Welper, Thorben Fechler,Sina Wübbeing, Alexandra Schoo, Dietmar Eisele, Maja Becker, Heinrich Rüfing,Julia Osygus und der GRÜNEN JUGEND IM KREIS BORKEN