Die Verwaltung wird beauftragt, möglichst in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden des Kreises Borken ein StreetArt Festival für Graffiti Künstler*innen vorzubereiten und der Kulturszene des Kreisgebietes ein neues, identitäts-, strategie- und kreativitätssteigerndes Element hinzuzufügen. Die Ergenisse sind im Ausschuss vorzustellen.
Begründung:
Graffiti gehören heute zum öffentlichen Erscheinungsbild und dienen Jugenlichen, jungen Erwachsenen und weiteren Altersgruppen als Element der Meinungsäußerung. Akzeptanz und Definition von Graffiti wird vielfach unterschiedlich bewertet, hat aber seit langem den Einzug in bedeutende Museen (Louvre, Tate Modern, Brooklyn Museum) geschafft und wird heute weltweit als Kunstform anerkannt. Einer der bekanntesten Graffiti Künstler unserer Zeit ist der Brite Bansky.
In vielen Städten finden regelmäßige Graffiti – Festivals statt. Sei es das Hafendampf Festival in Essen oder das Urban Art Festival in Amstetten. Die Stadt Rheine in unserem Nachbarkreis hat mit der EmsSideGallery eine Vorreiterrolle im Münsterland übernommen und hat über das Weiterbildungskolleg Münster die Kunstform aktiv gefördert.
Graffiti – Arten umfassen viele unterschiedliche Techniken. Exemplarisch seien hier die Throw-Ups (einfache, schnell gesprühte Buchstaben), Murals (große Wandbilder), Stencils (Schablonenkunst wie Bansky) genannt.
Graffiti – Festivals haben viele positive Effekte. Sie verschönern Gebäude und Stadtteile, sie fördern Gemeinschaftsgefühl, sie legitimieren und professionalisieren diese Kunstform, ziehen Publikum und Sponsoren an und schaffen Kultur im öffentlichen Raum.
Die Vorbereitung und Planung wird durch das vorhandene Budget abgedeckt. Für die Umsetzung werden 50.000 Euro für Künstler*innen Honorare, Flächen, Material und Ausrüstung, Organisation und Genehmigungen, Marketing, Infrastruktur und bei Interesse Workshops und Mitmachaktionen in den Haushalt eingestellt.
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